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Schutzkonzept für AGRIDEA-Kurse unter COVID-19

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Ausgangslage

Gemäss der Kommunikation des Bundesrates vom 19.6.2020 sind ab dem 22. Juni Präsenzveranstaltungen mit bis zu 1000 Personen wieder erlaubt, sofern die Nachverfolgbarkeit („traceability“) gesichert ist. Alle öffentlich zugänglichen Orte müssen über ein Schutzkonzept verfügen.

Im Schutzkonzept muss dargestellt werden, wie die Hygiene- und Verhaltensregeln des BAG sinnvoll eingehalten werden. Verantwortlich für die Erstellung der Schutzkonzepte ist jeder einzelne Betrieb. Eine Genehmigung der Konzepte durch Kantone oder Bundesstellen ist nicht vorgesehen.

Das AGRIDEA Schutzkonzept lehnt sich an das Schutzkonzept des Dachverbands der Weiterbildung (SVEB) an, welches sich am Muster-Schutzkonzept des Seco orientiert und dieses für die Weiterbildung konkretisiert. Gleichzeitig orientiert sich AGRIDEA im Hinblick auf die Freiwilligkeit des Kursbesuches (im Unterschied zu Unterricht an obligatorische Schulen) sowie der 100%-igen Nachverfolgbarkeit der Anwesenden bei AGRIDEA Kursen, an den Empfehlungen des BAGs für die Durchführung von geschäftlichen Meetings sowie den Empfehlungen für Kinos und Theater, wo ebenfalls grössere Personenmengen über längere Zeit im selben Raum zusammen sind.

Die nachfolgenden Regelungen gelten ab dem 22. Juni 2020 bis die Behörden neue massgebende Weisungen rausgeben.

 

Massnahmen

Im Folgenden werden die Massnahmen der AGRIDEA zur Einhaltung der Hygiene- und Verhaltensregeln des Bundes bei Präsenzveranstaltungen zum Schutz der Teilnehmenden sowie der Ausbildenden aufgeführt.

Grundsätzliche Bemerkungen

Die Kursleitenden der AGRIDEA sind grundsätzlich dafür verantwortlich, sicherzustellen (selbst oder delegiert), dass die in den nachfolgenden Paragraphen festgehaltenen Massnahmen zur Einhaltung der Distanz- und Hygieneregeln in ihrem Kurs umgesetzt werden. Das gilt auch dann, wenn die Präsenzveranstaltung nicht in den eigenen Lokalitäten stattfindet, z. B. in einem Seminarhotel oder in einem Unternehmen. In diesem Fall muss ein Kursleitender das Einhalten der Massnahmen durch den Vermieter bzw. den Auftraggeber klar einfordern und eine schriftliche Bestätigung diesbezüglich einholen. Den Kursleitenden steht dazu eine standardisierte Checkliste zur Verfügung.

Dienstleistungen, welche die AGRIDEA nicht selbst zur Verfügung stellen kann/will (wie z. B. Catering oder Transport), werden nur an Anbieter ausgelagert, die ein entsprechendes Schutzkonzept vorweisen können.

 
1. Massnahmen zur Einhaltung der Vorgaben des BAG betreffend soziale Distanz:
  • In Kurs- und Gruppenräumen, Pausen- und Aufenthaltsräumen sowie in Verkehrszonen werden die Sitzgelegenheiten so eingerichtet, dass sich immer ein leerer/gesperrter Platz zwischen zwei Teilnehmenden befindet.
  • Auch ausserhalb der Kursräume, bzw. in speziellen Situationen, sind die Abstandsregeln während der Kursdurchführung einzuhalten, insbesondere
    • in Verpflegungsstätten - ein Schutzkonzept des Anbieters muss vorhanden sein.
    • auf Exkursionen und bei Kurssequenzen im Freien - gestaffeltes Arbeiten/Zuschauen oder andere Massnahmen
    • in den Pausen. Diese werden nach Bedarf so organisiert, dass sowohl in WC-Anlagen wie auch beim Holen von Kaffee bzw. Zwischenverpflegung das Einhalten der Distanzen ermöglicht wird (z. B. gestaffelt, mit Tröpfchensystem)
  • Aktivitäten mit höherem Übertragungsrisiko durch direkten Körperkontakt, engen interpersonellen Kontakten oder grossen Personenansammlungen auf engem Raum (z. Bsp. Demonstration Spatenprobe, Übungen mit Gruppierungen im Raum etc.) werden wo möglich vermieden oder sonst gezielt entschärft (z. Bsp. Staffelung in kleinere Gruppen).
  • Die Grösse des Kursraumes wird so gewählt, dass die Einhaltung des nötigen Abstandes gemäss den oben genannten Angaben möglich ist. Als Richtwert gilt, dass in einem Raum jeweils etwa die Hälfte der unter normalen Umständen bei gleicher Bestuhlung erlaubten Teilnehmerzahl zulässig ist. Sind die Platzverhältnisse nicht anpassbar, wird die zugelassen Teilnehmerzahl zu einem Kurs soweit reduziert, dass die Einhaltung obiger Richtzahlen möglich ist.
  • Für die (eigenen) Kursräume in Lindau und Lausanne stehen den Kursleitenden interne Weisungen zur maximalen Teilnehmerzahl zur Verfügung.
  • Die Kursgestaltung (insbesondere Methodenwahl) wird so angepasst, dass die Distanzregeln eingehalten werden können.
  • Transporte Agridea-ferner Personen werden nicht durch AGRIDEA durchgeführt, sondern delegiert an Anbieter mit eigenem Schutzkonzept.
  • Anreise der Teilnehmenden: Das Berücksichtigen und Einhalten der Vorsichtsmassnahmen bei der Anreise (öV) ist Sache der Teilnehmenden
  • Für Situationen, in denen Körperkontakt unvermeidlich ist, ist das Tragen von Masken für Teilnehmende und Kursleitende/Referenten obligatorisch.
 
2. Massnahmen zur Einhaltung der Vorgaben des BAG zur Hygiene.
  • In den Kursräumen werden Desinfektionsmittel oder Möglichkeiten zum Händewaschen zur Verfügung gestellt.
  • Die Teilnehmenden und Kursleitenden werden darauf hingewiesen, die Hände regelmässig zu waschen:
    • bei der Ankunft im Kurslokal
    • Vor und nach Pausen, resp. Essenszeiten
    • Beim Gang zu den sanitären Einrichtungen
    • Vor und nach dem Berühren gemeinsam genutzter Gegenstände (z. Bsp. Büchertisch)
  • Die Kurslokale werden regelmässig und ausgiebig gelüftet. Bei Räumen ohne Möglichkeit, die Fenster zu öffnen, wird die Lüftung entsprechend angepasst.
  • Tische, Stühle, Türgriffe, Kaffeemaschinen und andere Objekte, die oft von mehreren Personen angefasst werden, werden vor dem Kurs gereinigt und nach Möglichkeit desinfiziert. Türgriffe und Kaffeemaschinen werden nach Möglichkeit zusätzlich über Mittag desinfiziert.
  • Wiederverwendbare Kursutensilien (z. Bsp. Flipchart-Stifte) werden, falls sie regelmässig und von allen Kursteilnehmenden benutzt werden sollen, individuell zugeteilt (ein Stift für jeden TN), bzw. bei sporadischem Gebrauch (vereinzelte Teilnehmende nutzen sie) regelmässig desinfiziert.
  • Büchertische werden nur im ausschliesslich den Kursteilnehmenden vorbehaltenen Kursraum angeboten und mit dem Hinweis auf die Hygiene-Massnahmen versehen. Desinfektionsmittel wird auf dem Tisch bereitgestellt.
  • Es werden Einweghandtücher, Einwegbecher etc. verwendet.
  • Schutzmasken für Teilnehmende sind für spezielle Situationen bereit zu halten. Es besteht jedoch keine generelle Abgabepflicht der Institution, es gilt die Eigenverantwortung der einzelnen Teilnehmenden.
 
3. Massnahmen zum Schutz von besonders gefährdeten Personen und zum Ausschluss von Personen, die krank sind oder sich krank fühlen.
  • Die Kursteilnehmenden werden vorgängig darauf hingewiesen, dass
    • Personen, die einzelne COVID-19-Symptome (vgl. Anhang 1) zeigen oder im ungeschützten Kontakt mit infizierten Personen waren, von Präsenzveranstaltungen ausgeschlossen sind.
    • Teilnehmende, die nachweislich vom Corona-Virus betroffen waren, erst zwei Wochen nach überstandener Krankheit an einem AGRIDEA Kurs teilnehmen dürfen.
    • Personen, die eine relevante Erkrankung gemäss COVID-Verordnung aufweisen (vgl. Anhang 2) können ab dem 22. Juni 2020 wieder an Präsenzveranstaltungen teilnehmen - auf eigene Verantwortung und unter strikter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln.
    • Teilnehmende sich mit der Teilnahme am Kurs verpflichten, eine allfällige Corona Erkrankung nach dem Kurs unmittelbar der AGRIDEA zu melden.
  • Alle Kursleitenden, die zu Risikogruppen gehören, können sich von Aufgaben im Kontakt mit Teilnehmenden dispensieren lassen, wenn sie ein ärztliches Attest vorweisen (Grundlage: Covid-19 Verordnung 2).
  • Kursleitende und/oder Referenten, die nachweislich vom Corona-Virus betroffen waren, dürfen erst 2 Wochen nach überstandener Krankheit Aufgaben im physischen Kontakt mit Teilnehmenden und Mitarbeitenden wieder aufnehmen.
 
4. Massnahmen zu Information und Management
  • Beim Eingang, in Aufenthalts- und Pausenräumen werden die Informationsmaterialien des Bundes betreffend Distanz- und Hygieneregeln gut sichtbar angebracht.
  • Ausbildende weisen beim Kursstart auf die geltenden Distanz- und Hygieneregeln sowie auf die angepasste Methodenwahl hin.
  • Die Mitarbeitenden werden regelmässig über die Massnahmen im Zusammenhang mit dem Schutzkonzept informiert.
  • Mitarbeitende werden über ihre Rechte und Schutzmassnahmen im Unternehmen informiert.
  • Das Management stellt sicher, dass die Umsetzung der im Schutzkonzept festgelegten Massnahmen regelmässig kontrolliert wird und stellt den Kursleitenden die dafür notwendigen Mittel zur Verfügung (Checkliste).