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Agrar- und Lebensmittelmärkte

Die Vermarktung spielt eine immer wesentlichere Rolle für das Einkommen der Bauernfamilien. Die BeraterInnen, Bäuerinnen und Bauern benötigen fundierte Informationen zur Funktionsweise der Märkte. Es geht darum, das Verständnis der Marktmechanismen zu vertiefen, um Entwicklungen vorauszusehen und Entscheidungsprozesse zu verbessern.

Die AGRIDEA verarbeitet die von den Marktbeobachtungsstellen gesammelten Informationen und Daten mit Blick auf die Zukunft. Dementsprechend werden vorrangig langfristige, strukturelle Entwicklungen beleuchtet anstatt kurzfristige, konjunkturelle Schwankungen.

Seit der Marktliberalisierung mit der EU in 2007 und der Aufhebung der Milchkontingentierung in 2009 ist der Milchmarkt äusserst instabil. Der Schweizer Milchmarkt steht unter dem Einfluss des Europäischen Marktes und der starke Schweizer Franken gegenüber dem Euro drosselt den Käseexport. In der Schweiz ist die produzierte Milchmenge kontinuierlich gestiegen mit der Tendenz zur Marktsättigung. Infolgedessen ist das Angebot an Industriemilch für den Export zu hoch und die entsprechenden Produktionspreise zu niedrig.
AGRIDEA ist bestrebt die Mechanismen der Festlegung der Milchpreise in der Schweiz transparenter zu machen, wobei es verschiedene Wege, mit unterschiedlicher Dynamik, gibt um die Milch zu verarbeiten und aufzuwerten.

Die Verantwortlichen: Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailAlfred Bänninger ; Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailSophie Réviron

 

Beobachtung der Entwicklung von externen Faktoren die Auswirkungen auf den Absatz von Produkten aus landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten haben können, um Strategien zur Differenzierung und Vermarktung von Produkten zu fördern.

Merkblätter

Das Merkblatt „Die Milchpreisbildung in der Schweiz“, 2013, soll den landwirtschaftlichen Beratern eine Hilfe-stellung bieten, um die Entwicklung der Milch-Produzentenpreise in jedem Segment besser voraussehen zu können. In diesem Zusammenhang ist auch das Merkblatt „Die Eigenschaften des Milchmarkts in der Schweiz“ (lediglich in Französisch verfügbar), 2016, relevant, welches als Hilfestellung für landwirtschaftliche Berater und Bauern gedacht ist. Es zeigt aktuelle Tendenzen und Eckdaten zur Situation auf dem Schweizer Milchmarkt auf.

Kurs

Der jährlich in der Deutschschweiz angebotene Kurs Herausforderungen im Schweizer Milchmarkt“ bietet einen Überblick zu aktuellen Trends in der Milchverarbeitung und im Milchmarkt. Die Akteure der Schweizer Milchproduktion und des Milchmarktes liefern Informationen über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze (Strategien, Massnahmen) im Milch- und Käsemarkt. Die Teilnehmenden können ihre Fragen mit den Experten diskutieren und ihre Erfahrungen einbringen.

Projekte

Wertverteilung in der Wertschöpfungskette (2017)Die vorliegende Studie wurde im Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis 30. Juni 2017 im Auftrag des Bundesamtes für Landwirtschaft durchgeführt. Der Hauptzweck der Studie ist das Verständnis der Mechanismen, die der Wertverteilung in der Wertschöpfungskette zugrunde liegen. Es sollen Voraussetzungen identifiziert werden, die einen Rücklauf des kommerziellen Werts von Endprodukten zu den landwirtschaftlichen Produzenten begünstigen, damit dieser dem landwirtschaftlichen Einkommen zugutekommt. Schlussbericht.
Preisbildung in den landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten der Region GenferseeDie Studie wurde für die “Vereinigung der Landwirtschaftskammern rund um den Genfersee“ durchgeführt. Ziel war es die Mehrwert-Verteilung für verschiedene Produkte (Milchprodukte, Gemüse, Obst, Brot) die über verschiedene Absatzkanäle vermarktet werden (Grossverteiler, Detailhandel, Direktvermarktung) zu analysieren. Diese Studie zeigt auf wie sich die Produktdifferenzierung auf die Mehrwert-Verteilung zwischen Produzenten, Verarbeitern und Verteilern auswirkt. Sie unterstreicht ebenfalls die Bedeutung von Transparenz bezüglich des Mehrwert-Rücklaufs an die Produzenten.

Die Broschüre, die sich an die Akteure der Wertschöpfungsketten (Produzenten, Verarbeiter, Verteiler) sowie an Politiker, Konsumentenverbände, Landwirtschaftsberater und Lehrkräfte wendet, ist auf Anfrage in gedruckter Version erhältlich. Die elektronische Version kann hier (in Französisch) heruntergeladen werden. Der vollständige Bericht steht ebenfalls in Französisch zur Verfügung.

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