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GUB (AOP)/GGA (IGP) und Regionalprodukte

AGRIDEA trägt zur Steigerung des Mehrwerts für ProduzentInnen und KonsumentInnen bei indem die Glaubwürdigkeit und die Förderung von Labels gestärkt werden. AGRIDEA verfügt über ausgezeichnete Erfahrungen und Kompetenzen im Bereich geografischer Herkunftsbezeichnungen und Regionalprodukte, dank der langjährigen Zusammenarbeit mit den Akteuren der Wertschöpfungsketten und den Dachorganisationen von Qualitätsprodukten einerseits, ihrer profunden Kenntnisse der Marktmechanismen und der geltenden Gesetzgebung andererseits.
Dieses Know-how setzt sie in der Schweiz und im Ausland in Form von verschiedenen Dienstleistungen ein:

  • Organisation von Kursen und Austauschforen zur Qualifikation von Produkten: Studienreisen um den Erfahrungsaustausch rund um die Vermarktung und die Positionierung von Produkten mit Qualitätsgütesiegeln zu fördern; Kurse zu relevanten Themen im Bereich geschützter Ursprungsbezeichnungen (GUB) und geschützter geografischer Angaben (GGA), z.B. Aufbau, Rolle und Funktion des schweizerischen GUB-GGA Systems, etc.
  • Umsetzung von Forschungs-und Entwicklungsprojekten und prozessbegleitende Beratung von Massnahmen zur Differenzierung von Produkten verschiedener Wertschöpfungsketten.
  • Unterstützung beim Aufbau von Wertschöpfungsketten mit hohem Markt- und Wertschöpfungspotential mittels partizipativer Prozesse und gemeinsamer Vorhaben. 
  • Anpassung/ Weiterentwicklung von Methoden zur Erhebung der territorialen Auswirkungen von Produkten mit spezifischem Versprechen zur Herkunft und Qualität (insbesondere GUB/GGA-Produkte)
  • Beobachtung der Entwicklung von gesetzlichen Grundlagen (GUB/GGA und Schweizer Regionalmarken), Branchen- und Dachorganisationen; Aktualisierung und Entwicklung von Publikationen (Merkblätter, u.a.). 

Die Verantwortlichen: Opens window for sending emailAstrid Gerz et Opens window for sending emailMagali Estève.

Themen

GUB-GGA und Regionalprodukte

Regionalprodukte („produits du terroir“ in der Westschweiz) erfreuen sich bei den KonsumentInnen steigender Beliebtheit. Heutzutage sind knapp 10‘000 Produkte nach den Richtlinien der Schweizer Regionalmarken zertifiziert, welche die regionale Herkunft der Produkte garantiert. AGRIDEA war am Prozess der Entwicklung der nationalen Richtlinien für Regionalmarken beteiligt und kooperiert mit den regionalen und überregionalen Markenorganisationen, die im Verein Schweizer Regionalprodukte vereinigt sind.
Die GUB und GGA Produkte als Teil der „produits du terroir“, verdanken ihre Qualität und Haupteigenschaften ebenfalls ihrer geografischen Herkunft. Sie zeichnen sich durch ihre Eintragung in das öffentliche Register der Ursprungsbezeichnungen (GUB/AOP) und geografischen Angaben (GGA/IGP) aus, welches sie gegen unlauteren Wettbewerb und Missbrauch des Namens schützen. Seit dem Inkrafttreten der GUB/GGA-Verordnung in der Schweiz am 28. Mai 1997, ist die Anzahl der im Register der Ursprungsbezeichnungen und geografischen Angaben geschützten Produkte deutlich gestiegen. Ihren wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und ökologischen Wert zu verteidigen, ist ein von der AGRIDEA, dem BLW und der Schweizerischen Vereinigung der AOP/IGP gemeinsam verfolgtes Ziel und eine geteilte Vision. Hierzu muss deren Ruf und deren Anerkennung bei den KonsummentInnen gestärkt werden über konsistente Qualität, ein kohärentes Auftreten, eine einheitliche Kommunikation und effiziente Kontrollen.

Kulinarisches Erbe der Schweiz

Das Inventar des Kulinarischen Erbes der Schweiz (2005-2008) ist ein unersetzlicher Reichtum an Wissen über traditionelle Lebensmittel, deren Eigenschaften, Geschichte und Herstellungsverfahren. In 4 jähriger Forschungsarbeit wurden mehr als 400 Produkte erfasst und beschrieben, darunter alle Schweizer GUB/GGA-Produkte sowie eine grosse Anzahl von Regionalprodukten. Die Datenbank der Produkte mit Hintergrundwissen zum Inventar und dem Verein „Kulinarisches Erbe der Schweiz“ ist auf dem Internet verfügbar. AGRIDEA, die zu den Gründungsmitgliedern des Vereins zählt, unterstützt diesen seit Beginn mit beratenden und finanziellen Leistungen, insbesondere mit der Führung der Geschäftsstelle und als Mitglied im Vorstand. 

 

 

Dienste und Leistungen

In der Schweiz

Studienreise: Qualitätspolitik und regionale Spezialitäten entdecken

Diese jährlich angebotene Studienreise dient dem Erfahrungsaustausch rund um Qualitätsprodukte und deren Absatz- und Förderungspolitik und bietet den TeilnehmerInnen die Möglichkeit die GUB/GGA-Systeme und Verfahren in anderen Kontexten zu entdecken und besser zu verstehen.
Das Programm der letzten 2 Jahre : Initiates file download2015 ; Initiates file download2016. Das Reisetagbuch (französisch): Initiates file download2015

Verantwortliche: Opens window for sending emailAstrid Gerz

Netzwerk REGAL– Netzwerk zum Austausch über Nahrungsmittelregionen (Réseau d’échanges des géographies de l’alimentation)

Seit der Gründung des Netzwerks REGAL im Jahr 2004, betreut die AGRIDEA dieses schweizerische Netzwerk das sich schwerpunktmässig mit Themen der Agrar- und Ernährungswirtschaft auseinandersetzt, wobei der Fokus auf Produkten und Initiativen mit starkem Bezug zu Regionalität und Wertsteigerung sowie auf den entsprechenden Politiken zur Qualitätsförderung, liegt. Konkret beinhaltet dies Produkte mit GUB (AOP) und GGA (IGP), regionale und lokale Spezialitäten, das Inventar des kulinarischen Erbes der Schweiz und Initiativen der Regionalen Vertragslandwirtschaft (RVL). Die Themen werden mit interdisziplinären Ansätzen erörtert und erforscht (auf den Gebieten der Geographie, Ökonomie, Ethnologie, Politologie usw.). Es werden zum einen die Bereiche Produkte und Wertschöpfungsketten behandelt und zum anderen das institutionelle Umfeld betrachtet.

Verantwortliche: Opens window for sending emailAstrid Gerz

Verein Kulinarisches Erbe der Schweiz

Die AGRIDEA führt seit 2009 die Geschäftsstelle des Vereins kulinarisches Erbe der Schweiz. Ausser diesem Auftrag ist sie ebenfalls mit den Koordinationsaufgaben des Projekts „Fertigstellung des Inventars Kulinarisches Erbe der Schweiz“ betraut, ein vom BLW kofinanziertes Projekt mit einer Laufzeit von 2 Jahren (12/2014-12/2016).

Verantwortliche: Opens window for sending emailAstrid Gerz

Projekt «Kulinarisches Erbe und GUB/GGA »   

AGRIDEA hat eine Studie zum GUB/GGA-Potential von Produkten im Inventar des Kulinarischen Erbes durchgeführt. Eine hierfür speziell entwickelte Analysemethode, ermöglichte es die im Inventar des Kulinarischen Erbes der Schweiz enthaltenen 400 Produktfiche unter die Lupe zu nehmen.
Diese aufwändige Studie hat belegt, dass weitere Produkte das Eignungspotential haben für eine Registrierung als AOP oder IGP, insbesondere Produkte in der Kategorie Backwaren. Der Link zum Bericht in Französisch: hier.
In der UFA-REVUE 2/2013 publizierter Artikel zum Projekt hier.

 

In Ausland

Projekt GA (geografische Angaben) in Rumänien 

Im Rahmen eines Projekts, das von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Schweiz-Rumänien Kooperationsprogramm, finanziert wird, unterstützt AGRIDEA die rumänische NGO ADEPT und das rumänische Landwirtschaftsamt in der Entwicklung von AOP in Rumänien: Verbreitung des Konzepts AOP, Stärkung der Dienstleistungen, die vom Landwirtschaftsamt und dessen Regionalbehörden angeboten werden, Aus- und Weiterbildung der Akteure in den Wertschöpfungsketten.

Dieses Projekt begann in 2013 und endet in 2016. AGRIDEA hat die Kompetenzen und Erfahrungen um weitere Projekte dieser Art durchzuführen.


Verantwortliche: Opens window for sending emailMagali Estève

AGRIDEA Merkblätter und Publikationen

Das Merkblatt „Territoriale Auswirkungen von GUB – GGA: Eigenschaften und territoriale Auswirkungen von Produkten mit geschützten Herkunftsbezeichnungen GUB (AOP) – GGA (IGP)“ liefert einen Überblick über die wesentlichen Ergebnisse der in der Schweiz und in Frankreich durchgeführten Studien zum wirtschaftlichen Mehrwert von Produkten mit „geografischer Angabe“ sowie zu positiven sozialen und ökologischen Auswirkungen.

Werfen Sie einen Blick auf all unsere Publikationen und Kurse.