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Wertschöpfungsketten

Die Inwertsetzung von Produkten ist untrennbar mit den Governance Mechanismen der Lebensmittelproduktions-Wertschöpfungsketten verbunden. Die Kenntnisse und das Verständnis von den Abläufen innerhalb der Wertschöpfungsketten, vom Informations- und Warenfluss auf verschiedenen territorialen Ebenen, ist eine Notwendigkeit für Berater, Bauern, landwirtschaftliche Organisationen, aber auch für die Kantone um ihre kantonale Politik zur Förderung der Landwirtschaft entsprechend ausrichten zu können. AGRIDEA hat wertvolle Entscheidungshilfeinstrumente entwickelt.  

Die Verantwortlichen: Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailSophie Réviron, Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailAlfred Bänninger

Karten

Um die Wertschöpfungsketten visuell darzustellen, sowohl für die Akteure der Wertschöpfungsketten als auch für externe Personen, hat AGRIDEA Wertschöpfungskettenkarten entwickelt, die für verschiedene territoriale Ebenen (kantonal, regional, national) angefertigt werden können. Diese Karten resultieren aus einer Reihe von Gesprächen mit Fachleuten und Akteuren der betroffenen Wertschöpfungskette. Die vollständige und systematische Darstellung (Karte) ermöglicht es verschiedene Wertschöpfungsketten und territoriale Ebenen miteinander zu vergleichen (z.B. die Wertschöpfungskette Milch verschiedener Kantone) und in verschiedenen Perioden.

Diese Karten wurden erstellt und werden für verschiedene Produkte und Leistungen der AGRIDEA herangezogen: Kurse und Publikationen (Merkblatt zu Eigenschaften des Schweizer Milchmarktes; in Französisch ) sowie verschiedene Projekte.

Karte der Wertschöpfungskette Milch (Gesamtschweiz), 2016

Karte der Wertschöpfungskette Milch und Käse – Kanton Bern, 2013

FILAGRO

FILAGRO Studien : strategische Analyse von Wertschöpfungsketten  

Die Inwertsetzung von Produkten landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten erfolgt im Rahmen umfangreicher kollektiver Projekte für deren Umsetzung öffentliche und private Finanzierungen erforderlich sind. Um die Projektträger bei strategischen Entscheidungen und bei der Projektplanung zu unterstützen, hat die AGRIDEA Entscheidungshilfeinstrumente erarbeitet, getestet und weiterentwickelt. Die sogenannte FILAGRO ist eine präzise und individuell zugeschnittene Entscheidungshilfe, die auf einer gezielten Analyse jeder einzelnen Wertschöpfungskette basiert. Sie beinhaltet eine exakte und zuverlässige Bestandsaufnahme, die sich insbesondere auf die Karten der Wertschöpfungsketten stützt sowie einem partizipativen Prozess indem mit den Fachleuten der jeweiligen Wertschöpfungskette die relevanten strategischen Achsen und die durch den Kanton erwartete Unterstützung definiert werden.

Der FILAGRO-Ansatz ist weder ein theoretisches Modell noch ein von aussen vorgefertigtes allgemein anwendbares Erfolgsrezept, sondern ein partizipativer iterativer Prozess. Gemeinsam mit den Akteuren der Wertschöpfungsketten und den betroffenen öffentlichen Behörden wird nach optimalen Lösungen gesucht. Wir begleiten den gesamten Prozess und stellen die notwendigen Analysewerkzeuge zur Verfügung. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Entwicklung  von individuellen, spezifischen und Praxisorientierten Lösungen.

Inwertsetzung der landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten im Kanton Freiburg – FILAGRO Freiburg (2015-2016)Mit der Agrarpolitik 14-17, verliert der Kanton Freiburg Direktzahlungen und für die Freiburger Bauern wird es schwierig alle finanziellen Verluste, insbesondere der Wegfall der an Grosstierbezogenen Beiträge zu kompensieren. Um den Produktionswert der Landwirtschaft zu verteidigen, hat der Kanton Freiburg die AGRIDEA und die HAFL mit einer zweisprachigen Marktstudie (F/D) beauftragt mit dem Ziel Strategien für die einzelnen Wertschöpfungsketten zu definieren. Diese FILAGRO-Studie umfasste folgende Wertschöpfungsketten: Milch und Milchprodukte, Rind- und Schweinefleisch, Geflügel für die Fleischerzeugung, Gemüse und Kartoffeln; Brotgetreide.
Leitet Herunterladen der Datei einSchlussbericht.
Inwertsetzung von Tessiner Milchprodukten– FILAGRO Tessin (2014)Angesichts der besorgniserregenden Entwicklung des Industriemilchpreises benötigte das kantonale Landwirt-schaftsamt fundierte Informationen zu den aktuellen Absatzkanälen von Milch im Kanton Tessin, sowie eine Analyse verschiedener Diversifizierungs-Projekte, die von Produzenten insbesondere im Berggebiet vorge-schlagen wurden. Insgesamt galt es eine Strategie zur Steigerung der Wertschöpfung von Kuh- und Ziegenmilch für den ganzen Kanton zu erarbeiten.
Inwertsetzung der landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten im Kanton Waadt– FILAGRO Vaud (2009-2011)

«Wie kann eine Wertsteigerung der Produkte in den Wertschöpfungsketten des Kantons erreicht werden? Wie können die verschiedenen Wertschöpfungsketten im Fall eines Freihandelsabkommens mit der Europäischen Union weiterbestehen und wie können sie gestärkt werden?» Um diese Fragen beantworten zu können, müssen genaue Kenntnisse über die aktuellen Vermarktungsstrategien und Entwicklungsprojekte der verschiedenen Akteure vorhanden sein. Die AGRIDEA hat deshalb im Auftrag des Waadtländer Landwirtschaftsamtes eine präzise Studie durchgeführt die 12 Wertschöpfungsketten von Agrarprodukten des Kantons untersucht: Brotgetreide, Ölsaaten, Gemüse, Kartoffeln, Früchte, Wein, Milchprodukte, Rindfleisch, Schweinefleisch, Schaffleisch, Geflügel und Eier. Französischer

Bericht : Rapport valorisation des produits des filières agricoles vaudoises. Druckversion bestellen (in Französisch).

Studie der Wertschöpfungskette des Freiberger-Pferdes (2011)In Anbetracht der besorgniserregenden Entwicklung der Anzahl von gezüchteten und verkauften Pferden, benötigte der Schweizerische Freibergerzuchtverband fundierte Informationen zu den aktuellen Absatzkanälen sowie eine Strategie zur Steigerung der Wertschöpfung des Freiberger-Pferdes. AGRIDEA hat auf Gesamtschweizer Ebene eine zweisprachige Studie mit den Pferdezüchtern durchgeführt um Strategien für diese Wertschöpfungskette zu ermitteln.

Strategische Studien

Bedarf an Schlachthöfe

Studie zum Schlachtbedarf von Genf und seiner Region (2014)Das Projekt « Regionaler Bedarf an Schlachthöfen in Genf und seiner Region» ist eine grenzübergreifende französisch-schweizerische Studie. In 2012, beschäftigten sich beide Seiten der Genfer Grenze mit der Frage der Aufrechterhaltung von veraltenden Schlachthöfen. AGRIDEA koordinierte eine systematische Bestandsaufnahme der aktiven Schlachthöfe im Perimeter Genf und seiner Region, in Zusammenarbeit mit Agrigenève und Prométerre (Schweizer Bezirke) sowie den Landwirtschaftskammern der Departementen Ain und Haute-Savoie (betroffene Gemeinden in Frankreich). Abgesehen von grenzübergreifenden Aspekten, zeigt diese Stu-die die Komplementarität zwischen «grossen Betrieben» und «Betrieben mit geringer Kapazität» auf. Der Bericht in Französisch ist online.
Studie zum Umzug und der Renovierung des Schlachthofs von Rolle (2014)Im Rahmen seiner Raumplanungspolitik, hat die Gemeinde Rolle entschieden den Pachtvertag mit der Betriebsgenossenschaft des regionalen Schlachthofes von Rolle und Umgebung (CARRE) zu kündigen. Die Genossenschaft fordert einen neuen Standort für einen regionalen Schlachthof. Die Studie gibt Aufschluss auf Fragen zur optimalen Grösse dieses neuen Schlachthofs sowie zu den angebotenen Dienstleistungen.

Resilienz

Ursprünglich entstammt das Konzept der Resilienz Disziplinen wie der Psychologie, den Forst- und Umweltwissenschaften. Es wurde kürzlich auf die Analyse der Resistenz gegenüber externen Schocks im Wirtschaftssektor ausgedehnt. Resilienz kann auf Ebene der landwirtschaftlichen Betriebe, Verarbeitungsbetriebe, Wertschöpfungsketten und der Region erhoben werden. Die möglichen externen Schocks sind vielfältig: klimatisch, epidemisch, politisch, Marktbedingt, persönlich, organisatorisch,….

Rethink (2014-2015)Im Rahmen des europäischen Forschungsprogramms Rethink hat AGRIDEA eine Fallstudie im Kanton Bern zur Resilienz der Wertschöpfungskette Milch durchgeführt. Angesichts der Reform der Agrarpolitik einerseits und den Marktproblemen des Emmentaler AOP andererseits, haben die Unternehmer Widerstandsstrategien entwickelt um die Milchproduktion und Verarbeitung im Kanton aufrecht zu erhalten. Bericht in deutsch, 4 Seite in Englisch, kompleter Bericht in Englisch.

Produkte

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