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Reduktion der Gewässerverschmutzung durch die Landwirtschaft

Ziele

Die AGRIDEA begleitet die Kantone bei der Koordination und Umsetzung des nationalen Programms zur Reduktion der Gewässerverschmutzung durch die Landwirtschaft. In der Westschweiz haben zwei Pilotprojekte zum Ziel, den Eintrag von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren. Es sollen verschiedene Massnahmen vorgeschlagen und umgesetzt werden, welche auf den Parzellen oder den Betrieben angewendet werden können, um den Eintrag von Pflanzenschutzmitteln in die Fliessgewässer zu reduzieren und so die ökologische Qualität der Umgebung zu schonen.

Kontext

Einzugsgebiet von «le Boiron des Morges» (VD) und «le Ruisseau des Charmilles» (GE)

Ablauf

Im Einzugsgebiet von «le Boiron des Morges» (VD) und «le Ruisseau des Charmilles» (GE) wurden verschiedene Massnahmen auf landwirtschaftlichen Parzellen umgesetzt:

  • Ersatz einiger Wirkstoffe in den Pflanzenschutzmitteln;
  • Erosionsbekämpfung;
  • kontinuierliche Weiterbildung der Landwirtinnen und Landwirte;
  • Anschaffung von Geräten, welche es ermöglichen, den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren oder einzustellen;
  • Für die zusätzlichen Kosten, welche durch die Umsetzung dieser Massnahmen anfallen, werden die landwirtschaftlichen Partner entschädigt.

Im Weiteren wurden im Rahmen dieses Projekts öffentliche und private Einrichtungen zum Waschen und Befüllen von Feldspritzen installiert und finanziert, die das Verschmutzungsrisiko der Gewässer durch Pflanzenschutzmittel reduzieren. Es handelt sich um befestigte Waschplätze, auf welchen das Waschwasser der Feldspritzen oder Spritzbrühe, die durch Überfüllung des Tanks austreten kann, gesammelt wird. Diesen Waschplätzen sind Anlagen zum biologischen Abbau des durch Pflanzenschutzmittel verschmutzten Wassers angeschlossen. Die Pestizide werden in einem Substratgemisch aus Erde, Kompost und Stroh abgebaut.

Auftraggeber

Bundesamt für Landwirtschaft (BLW)

Partner
Ergebnisse

Projektbeginn: im Waadtland im 2005, in Genf im 2008. Der ökologische Zustand der Fliessgewässer hat sich seither stetig und deutlich verbessert. Die betroffenen Landwirtinnen und Landwirte haben ihre Arbeitsweise angepasst, um das Verschmutzungsrisiko der Gewässer zu senken. Zusätzlich wurde die Menge an eingesetzten Pestiziden reduziert.

Projektdauer

Acht Jahre für «le Boiron de Morges» (VD) und sechs Jahre für «le Ruisseau des Charmilles» (GE). Die Projekte werden weitergeführt.

Verantwortliche   

Pierre Julien

Places sécurisées pour récolter les eaux de lavage ou les éventuels débordements.

Dégradation des pesticides dans un substrat composé de sol, de compost et de paille.