Eine nachhaltige Ernährung wird zunehmend aus verschiedenen Schichten der Gesellschaft gefordert. Um die Ziele zu erreichen, braucht es eine Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette und zwischen allen Akteuren. Der Einbezug der Landwirtschaft ist zentral, da Produktion und Konsum untrennbar miteinander verbunden sind. Ausserdem soll bei der Transformation der Ernährung auch die Gegebenheiten der Schweizer Landwirtschaft miteinbezogen werden. Die AGRIDEA fördert den Dialog zwischen Akteur/innen der Landwirtschaft, der Wertschöpfungsketten und Ernährungsfachpersonen und stellt Grundlagen zur Verfügung.
Nachhaltige Ernährung in der Gemeinschaftsgastronomie
Schweizweit verpflegen sich jeden Tag nahezu eine Million Menschen in Mensen und Kantinen. Die Beschaffung nachhaltiger Lebensmittel bietet einen grossen Hebel hin zu einem nachhaltigeren Ernährungssystem. Eine Vielzahl von Initiativen beschäftigt sich mit diesem Thema. Die AGRIDEA vernetzt verschiedene Akteure und schafft Räume für den Austausch. Ausserdem stellt Expertise zur Verfügung und organisiert Weiterbildungen in diesem Bereich.
Wirtschaftliche Aspekte im Bereich Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel
Der Klimawandel wirkt sich nicht nur auf die landwirtschaftliche Produktion aus, sondern auch auf die nachgelagerten Stufen der Wertschöpfungsketten und den Markt. Gleichzeitig gibt es vermehrt Initiativen, die eine Finanzierung von Klimaschutzmassnahmen entlang der Wertschöpfungsketten anstreben. Auch die Kantone und Gemeinden lancieren vermehrt Programme, um das Ernährungssystem nachhaltiger zu gestalten. Die AGRIDEA beobachtet die Entwicklungen und unterstützt die Akteure bei deren Umsetzung.
Plattformen
Cuisinons notre région
Die AGRIDEA begleitet seit 2023 die Akteure in den Westschweizer Kantonen und im Tessin in ihrem Bestreben, einen gemeinsamen Ansatz für die Gemeinschaftsgastronomie einzuführen. Seit 2025 gibt es eine gemeinsame Charta, die von allen Westschweizer Kantonen und dem Tessin unterzeichnet wurde.
Austauschplattform Gemeinschaftsgastronomie Deutschschweiz.
Die AGRIDEA moderiert seit 2025 eine Austauschplattform zwischen mehreren Deutschschweizer Kantonen. Teilnehmende sind einerseits die Kantone selber oder Umsetzungspartner von kantonalen Programmen. Die Plattform hat zum Ziel, den Austausch zwischen den Kantonen zu fördern und Synergien zu schaffen
Klimatisch
Der Klimatisch wurde im März 2022 ins Leben gerufen und zählt heute 30 Mitglieder aus der Land- und Ernährungswirtschaft. Die Mitglieder reichen von landwirtschaftlichen Produzentenorganisationen über Verarbeiter bis Retailer und NGOs. Hintergrund ist, dass sich Lebensmittelhändler und -verarbeiter bezüglich der Reduktion ihrer Scope 3 Emissionen (Treibhausgasemissionen aus vor- und nachgelagerten Aktivitäten) mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert sehen. Die Scope 3 Reduktion ist notwendig für das Erreichen wissenschaftsbasierter Klimaziele (SBTs = science-based targets) sowie des Schweizer Klimaschutzgesetzes. Der Klimatisch ist eine Austauschplattform mit den Zielen Vernetzung unter den Akteuren, Erfahrungsaustausch, Teilen von Wissen und Schaffen von Synergien.
Die Teilnahme am Klimatisch ist offen für alle Akteure der Wertschöpfungskette. Voraussetzung ist Interesse an einem offenen Austausch und aktives Einbringen und Teilen der Erfahrungen.
Publikationen
Gemeinschaftsgastronomie in den Schweizer Kantonen
In der Schweiz gibt es eine Vielzahl von Massnahmen und Ansätzen, die auf eine nachhaltige öffentliche Gemeinschaftsgastronomie abzielen. Das Ziel dieses Dokuments ist es, eine Bestandsaufnahme der verschiedenen Initiativen zu machen, die in den Schweizer Kantonen zu diesem Thema umgesetzt werden.
Gemeinschaftsgastronomie in den Schweizer Kantonen: Massnahmen und Initiativen - Agripedia
Projekte
Abgeschlossene Projekte
PHR-Projekt « Metropolitanraum Zürich » (2017-2019)
PHR-Projekt «Förderung nachhaltiger und vermehrt regionaler Versorgung in der Verpflegung der Gemeinschaftsgastronomie» Metropolitanraum Zürich.
Regionale Produkte in der Gemeinschaftsgastronomie (2012-2014)
Diese Studie zeigt die verschiedenen Beschaffungsstrategien der Gemeinschaftsgastronomiebetriebe der öffentlichen Hand in den sechs Westschweizer Kantonen auf und nimmt Bezug auf die unterschiedlichen Typen von Institutionen. Sie gibt ein besseres Verständnis über Beschaffungsstrategien von regionalen Produkten für die Küchen und zeigt Handlungsstrategien auf der Grundlage von Bestandsaufnahmen auf.
Synthese zu den durchgeführten Studien (F)
Kantonale Studie für den Kanton Waadt (2012)
Die kantonale Studie (in Französisch) für den Kanton Waadt (November 2012) liefert eine detaillierte Übersicht über die Situation der im Kanton Waadt existierenden Beschaffungsstrategien der Gemeinschaftsgastronomiebetriebe der öffentlichen Hand.
Bericht (F)
Weiterbildungen
Publikationen
Gemeinschaftsgastronomie in den Schweizer Kantonen: Massnahmen und Initiativen
Mehr lokale Produkte in der Gemeinschaftsgastronomie: Argumente die überzeugen!
Mehr lokale Produkte in der Gemeinschaftsgastronomie: Organisieren mittels Plattformen
Kosten der Schweizer Produkte in der Gemeinschaftsgastronomie