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Der ökologische Leistungsnachweis ÖLN

Die zahlreichen ökologischen Leistungen, welche die Betriebe erbringen, werden mit Direktzahlungen abgegolten. Da die Regelungsdichte in den letzten Jahren immer mehr zugenommen hat, wird es zur grossen Herausforderung für die Bauernfamilien, den Überblick zu behalten und ihrer Nachweispflicht nachzukommen.

Auch Beratungs- und Kontrollpersonen sind gefordert. AGRIDEA unterstützt die Landwirtinnen und Landwirte in ihrem Bestreben, nachhaltig zu produzieren und stellt hierfür praxistaugliche Instrumente bereit. Den Betrieben, den Beratungs- und Kontrollstellen stehen zahlreiche Formulare, Software-Programme und Merkblätter zur Verfügung.

Die Verantwortlichen: Martina Rösch, Michel Amaudruz

Die Koordinationsgruppe ÖLN-Richtlinien Tessin und Deutschschweiz, KIP verfolgt diese Ziele:

  • Koordination und Harmonisierung der Vollzugsbereiche ÖLN, Tierschutz, Gewässerschutz und weitere Direktzahlungsprogramme
  • Austausch unter Fachpersonen im landwirtschaftlichen Vollzug
  • Sicherstellen des Informationsaustausches und der Netzwerkpflege
  • Sich einsetzen für einen glaubwürdigen Vollzug

In der KIP sind Fachkräfte von kantonalen Vollzugsstellen, Inspektionsstellen, Beratungs- und Branchenorganisationen aus allen Deutschschweizer Kantonen und dem Tessin Mitglied. Ausserdem nehmen Vertreter der Bundesämter BLW und BLV regelmässig an den Sitzungen teil.
Die KIP ist gut vernetzt und pflegt ausserhalb ihrer Mitgliedschaft u. a. den Kontakt zur KOLAS, der Erfa 17020 und der PIOCH (Vereinigung für integrierten Anbau in der Westschweiz).
Die Geschäftsstelle wird seit der Gründung der KIP vor fast 25 Jahren von der AGRIDEA geführt.

Die KIP ist Herausgeberin der KIP-Richtlinien und weiteren vollzugsunterstützenden Dokumenten. Die KIP verfasst Stellungnahmen und ist in zahlreichen Arbeitsgruppen mit einer Person vertreten. So kann sichergestellt werden, dass Aspekte den Vollzug betreffend frühzeitig eingebracht werden können.  

KIP-Flyer (erscheint demnächst)
KIP-Richtlinien

AGRIDEA unterstützt die Landwirtschaftsbetriebe bei der Erfüllung ihrer Aufzeichnungspflicht mit zahlreichen Aufzeichnungshilfen. Dies können einfache Formulare zu bestimmten Aufzeichnungsbereichen sein oder komplette Broschüren wie der ÖLN- oder Feldkalender.
Zahlreiche Merkblätter fassen in kompakter Form die relevanten Bedingungen und Anforderungen zusammen.

Informieren Sie sich im Shop über das Angebot der AGRIDEA.

Neben der Möglichkeit, Aufzeichnungen auf Papier zu führen, greifen Betriebe heute mehr und mehr auf elektronische Aufzeichnungshilfen zurück. AGRIDEA bietet hier schon seit vielen Jahren eine breite Palette von Software-Anwendungen, welche vom einfachen Excel-Feldkalender zur ausgereiften Betriebsmanagement-Software AGRO-TECH reicht.

Informieren Sie sich im Shop über das Angebot der AGRIDEA.

Biodiversität

Biodiversitätsförderung

Die AGRIDEA unterstützt die landwirtschaftlichen Akteure mit Werkzeugen, Methoden, Kursen und praxisgerechten Publikationen, um deren fachliche Kompetenzen im Bereich Natur und Landwirtschaft zu stärken, Synergien zwischen ökologischen und ökonomischen Zielsetzungen sicherzustellen und sie für die Biodiversität zu sensibilisieren.

Im Zentrum stehen dabei Fragestellungen, wie Biodiversitätsförderflächen (BFF)  bewirtschaftet werden, wie die Qualitätsstufe II  und Vernetzung erreicht werden können oder Massnahmen, die mit neu aufkommenden Themen umgesetzt werden müssen (z. B. Gewässerraum) und wie die landwirtschaftliche Produktion von der Biodiversität profitiert. In verschiedenen Plattformen erhalten die Akteure zudem die Möglichkeit, aktuelle Themen einzubringen und mit Berufskolleginnen und kollegen zu diskutieren.

Evaluation der Biodiversitätsbeiträge

AGRIDEA evaluierte im Auftrag des BLW zusammen mit econcept und L'Azuré und mit Beiträgen von Agroscope die Biodiversitätsbeiträge im Hinblick auf die Agrarpolitik 2022+.

Die Biodiversitätsbeiträge wurden im Verlauf der letzten Jahre verschiedentlich angepasst. Mit Blick auf die anstehende Agrarpolitik 2022+ und unter Berücksichtigung der ersten Ergebnisse von ALL-EMA (Monitoringprogramm «Arten und Lebensräume Landwirtschaft») wurde eine umfassende Evaluation von Konzept, Vollzug, Umsetzung und Wirkung der Biodiversitätsbeiträge durchgeführt. Die Evaluation zeigt, dass die Biodiversitätsbeiträge Wirkung erzeugen und dass die quantitativen Etappenziele der AP 2014 -17 erreicht wurden. Das Konzept ist trotz seiner Komplexität weitgehend kohärent und breit akzeptiert. Verbesserungsbedarf besteht bei der Qualität und der Lage der Biodiversitätsförderflächen, bei der Kohärenz der Ziele innerhalb der Biodiversitätsbeiträge und zwischen der Biodiversitätsförderung und anderen Zielen der Agrarpolitik sowie bei der Umsetzung der Biodiversitätsbeiträge durch die Kantone. Die Evaluation zeigt ebenfalls auf, dass Wissen über die Biodiversität sehr wichtig für eine verbesserte Biodiversitätsförderung ist. Eine kompetente Beratung in diesem Bereich wird als zentral erachtet. Auch wird die Aus- und Weiterbildung für die verschiedenen landwirtschaftlichen Akteure zum Thema Biodiversität als wichtiger Faktor für eine verbesserte Biodiversitätsförderung eingeschätzt.

Schlussbericht herunterladen

 

Ressourcenprojekt Zielorientierte Biodiversitätsförderung – ZiBiF

Im Juli 2020 startete im Kanton Zürich das Ressourcenprojekt «Zielorientierte Biodiversitätsförderung ZiBi». Es verfolgt das Ziel, die Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen zielorientiert und standortspezifisch zu fördern. Mit welchen Massnahmen die Ziele erreicht werden, steht den Bewirtschaftenden frei. Dieser Ansatz eröffnet den Betrieben neue Möglichkeiten und Freiheiten in der Nutzung von Biodiversitätsförderflächen und soll dazu beitragen, die Motivation der Bewirtschaftenden für die Thematik zu steigern und die Umweltziele der Landwirtschaft besser zu erreichen.

Das Projekt wird gemeinsam vom Kanton Zürich, dem Zürcher Bauernverband und der AGRIDEA getragen und vom Bundesamt für Landwirtschaft kofinanziert.

Weitere Infos: www.zielorientierte-biodiversitaet.ch

Verantwortliche: Corinne Zurbrügg

Beratungsgruppe Biodiversität Landwirtschaft BBL

Die BBL ist eine Nationale Plattform bestehend aus Fachpersonen der offiziellen wie privaten Beratung, aus Forschung, Lehre, Behörden und Organisationen, die im Bereich des ökologischen Ausgleichs auf dem Landwirtschaftsbetrieb tätig sind. In der Romandie existiert zudem die «Groupe intercantonal nature et agriculture». Die Beratungszentralen stellen den intensiven Austausch zwischen der BBL und der «Groupe intercantonal nature et agriculture» sicher.

Ziele

Die BBL setzt sich für eine sinn- und wirkungsvolle Förderung der Biodiversität auf dem Landwirtschaftsbetrieb ein. Das heisst, sie strebt einen optimalen Nutzen für Fauna und Flora an, unter der Voraussetzung, dass die Massnahmen zur Biodiversitätsförderung in die Betriebskonzepte der Bewirtschaftenden passen und mit einem angepassten Aufwand für die Anlage und Pflege bewirtschaftet werden können.

Kernaktivitäten der BBL

  • Organisation von Veranstaltungen mit dem Ziel der fachlichen Weiterbildung der Mitglieder sowie des Informations- und Wissensaustausches
  • Beliefern der Mitglieder mit aktuellem Wissen und Informationen
  • Fördern einer engen Zusammenarbeit mit anderen im selben Fachgebiet tätigen Organisationen und Institutionen
  • Erarbeiten von Methoden und Dokumenten sowie praxisorientierten Lösungen für gemeinsame Anliegen
  • Verfolgen und fördern positiver, innovativer Entwicklungen
  • Verfassen von Fachargumentarien und Empfehlungen zuhanden der Mitglieder
  • Verfassen von Stellungnahmen
  • Öffentlichkeitsarbeit

Zusammensetzung, Organisation

Die Mitgliedschaft steht allen interessierten Fachleuten mit Tätigkeit in der Beratung im Bereich der Biodiversitätsförderung auf dem Landwirtschaftsbetrieb offen (Anmeldung). Für die Mitgliedschaft wird ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben.

Nützliche Links

Zugang zur BBL auf Agriconnect

Landschaft

Die AGRIDEA unterstützt die Partner aus der Landwirtschaft und im ländlichen Raum bei der Entwicklung ihrer Kompetenzen im Bereich Landschaftsqualität. Sie organisiert regelmässig Kurse zu diesem Thema, entwickelt Hilfsmittel, unterstützt die Multiplikatoren, führt Projekte zur Umsetzung durch und beteiligt sich an angewandten Forschungsprojekten. Die AGRIDEA begleitet die Umsetzung der Landschaftsqualitätsprojekte.

Verantwortliche: Barbara Weiss und Johanna Schoop

Begleitung der Entwicklung und Umsetzung der Landschaftsqualitätsbeiträge (seit 2010)

Seit 2014 werden Leistungen der Landwirtinnen und Landwirte für die Erhaltung, Aufwertung und Weiterentwicklung der kulturlandschaftlichen Vielfalt mit Landschaftsqualitätsbeiträgen abgegolten. AGRIDEA begleitet die Entwicklung und Umsetzung der Landschaftsqualitätsbeiträge.

 

Ergänzende Arbeitshilfen zur Richtlinie Landschaftsqualitätsbeitrag (2013-2015)

AGRIDEA hat ergänzende Arbeitshilfen zur Richtlinie Landschaftsqualitätsbeitrag erarbeitet. Diese Publikationen können auch für die Sensibilisierung und Bildung von Landwirtinnen und Landwirten sowie Partnern der Landwirtschaft dienen.

 

Landschaftsqualitätsbeiträge in der Genferseeregion (2013)

Im Rahmen der Einführung der Landschaftsqualitätsbeiträge war die AGRIDEA beauftragt, für die Landwirtschaftsbetriebe in der Genferseeregion (VD) Ziele und Massnahmen für die Landschaftsqualität partizipativ zu entwickeln. AGRIDEA arbeitete mit den Büros Verzone Woods Architectes und CSD zusammen.

 

Landschaftsqualitätsbeiträge in den Spezialkulturen (2013)

Im Rahmen der Einführung der Landschaftsqualitätsbeiträge war die AGRIDEA beauftragt, für die Landwirtschaftsbetriebe mit Spezialkulturen im Kanton VD partizipativ Ziele und Massnahmen für die Landschaftsqualität zu entwickeln. Die AGRIDEA arbeitete mit dem Büro Verzone Woods Architectes zusammen.

 

Ausbau der Windenergie und Landschaft (2011-2012)

Die AGRIDEA hat eine Studie durchgeführt, welche die verschiedenen Argumente im Spannungsfeld Ausbau von Windparks und Landschaftsschutz identifizierte. Es wurden «best practices» für die Entwicklung der Windenergie eruiert und konkrete Empfehlungen zur Entwicklung von Windenergie und Landschaftsschutz im ländlichen Raum des Kantons Jura formuliert.

 

Beschreibung von Objekten im Bundesinventar für Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) (Waadtländer Alpen und Chablais) (2008-2010)

Die AGRIDEA hat die Beschreibung von elf Objekten des Bundesinventars von Landschaften und Naturdenkmälern von nationaler Bedeutung (BLN) in den Waadtländer Alpen und dem Chablais koordiniert sowie einen Teil der Redaktion sichergestellt.

 

PASTO (2005-2008)

Die AGRIDEA koordinierte das Projekt PASTO, welches das Testen verschiedener Praktiken ermöglichte, mit denen man den Herausforderungen von Bergregionen begegnen kann. Es wurde eine Form der Fleischproduktion entwickelt, die den Bewirtschaftenden eine interessante Möglichkeit zur Einkommensverbesserung bietet und gleichzeitig eine Bewirtschaftung fördert, die der Verbuschung entgegenwirkt und auf die Bedürfnisse in den Bereichen Umwelt, Landschaft und Produktequalität eingeht.

 

Instrumentarium Landschaftsentwicklungskonzepte LEK (2000-2002)

Die AGRIDEA war in der Koordination des Projekts zur Entwicklung eines Instrumentariums für Landschaftsentwicklungskonzepte beteiligt.

Pflanzenschutzmittel und Gewässer

Aktuelle Gewässeruntersuchungen zeigen, dass Fliessgewässer in landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebieten häufig stark mit Pflanzenschutzmitteln (PSM) belastet sind. Dies führt dazu, dass gewisse Pflanzenschutzmittel vor allem in kleineren Fliessgewässern in Konzentrationen auftreten, die für Wasserorganismen schädlich sein können, und Rückstände zudem die Gewässer als Ressourcen für die Trinkwassergewinnung belasten können.

Verantwortlicher: Mirco Plath

    Der nationale Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP PSM) beinhaltet klare Ziele und ein Bündel von rund 50 Massnahmen in verschiedenen Bereichen zur Senkung der Risiken durch Pflanzenschutzmittel. Der Gewässerschutz ist ein wichtiger Teil des NAP und umfasst zahlreiche Massnahmen. Die zielführende Umsetzung der Massnahmen im Bereich Wasser, insbesondere jene der «6.2.1.4 Förderung der guten fachlichen Praxis zum Schutz der Gewässer», setzt die Kenntnis und den Transfer von bestehendem und neuem Wissen, welches im Rahmen des NAP PSM und weiteren Programmen (z. B. Ressourcen-projekten) erarbeitet wird, voraus.

    Für diese Aufgabe wurde im Herbst 2018 die von der HAFL und Agridea gemeinsam betriebene Plattform «Pflanzenschutzmittel und Gewässer» eingerichtet. Die Plattform soll die Schnittstellen Bund – Kantone sowie Forschung – Beratung – Vollzug bewirtschaften und die verschiedenen Akteure in der Umsetzung der Massnahmen zur Förderung der guten fachlichen Praxis im Bereich Pflanzenschutz wie auch Gewässerschutz unterstützen und koordinieren.

    Weitere Informationen: