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Ackerbau

Ackerbaubetriebe bauen jedes Jahr im Minimum vier Kulturen an. Um die Ansprüche des Marktes und der Gesellschaft erfüllen zu können, müssen sie ihre Produktionstechnik ständig verfeinern.

Die «Datenblätter Ackerbau» von AGRIDEA stellen in kontinuierlich aktualisierter Form den Akteuren in der Branche die dafür nötigen Grundlagen zur Verfügung. Ergänzend dazu bietet die AGRIDEA den Multiplikatoren im landwirtschaftlichen Wissenssystem ein bedürfnisgerechtes Weiterbildungsangebot an.

Die Plattform «Ackerbau – Grandes cultures (PAG-CH)» trägt als nationales Personennetzwerk zum Wissensaustausch im Bereich Ackerbau bei, sie wird von der AGRIDEA in Zusammenarbeit mit Agroscope und dem BeratungsForm Schweiz (BFS) unterhalten. Hier werden fachliche Herausforderungen aufgenommen und im Rahmen von thematischen Arbeitsgruppen behandelt.

Verantwortlich Bruno Arnold und Numa Courvoisier 
 

Die Aufrechterhaltung des Produktionsniveaus, Diversifikation der Produktpalette und ein schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen: Dies sind die Ziele für die Entwicklung des Ackerbaus in der Schweiz. 

Arbeitsgruppe «couverts végétaux»

Die Gruppe der PAG-CH setzt sich zusammen aus Mitgliedern von verschiedenen kantonalen Institutionen und der Forschung. Sie machen die Planung für das gemeinsame Versuchsnetzwerk und verarbeiten die gewonnenen Erkenntnisse in neuen Datenblättern.

Kontaktperson: Numa Courvoisier

Arbeitsgruppe «Erdmandelgras»           

Im Rahmen der PAG-CH koordiniert die Gruppe Bekanntmachung und Bekämpfungsanstrengungen des Problemungrases Cyperus esculentus.

Kontaktperson:: Jean-François Vonnez

PAG-CH

Die «Plattform Ackerbau – Grandes cultures (PAG-CH)» bietet den Mitgliedern eine Jahrestagung für den branchenübergreifenden Austausch und eine Internetseite, welche unter anderem eine Datenbank zu in der Schweiz durchgeführten Feldversuchen und einen Veranstaltungskalender bereithält.

www.pag-ch.ch

 

FRAG

Das «Forum Recherche Ackerbau Grandes cultures (FRAG)» ermöglicht eine enge Zusammenarbeit zwischen den Akteurinnen und Akteuren im Schweizerischen Ackerbau und den Forschenden von Agroscope und dient dem Ziel, kurzfristig Praxisprobleme zu identifizieren und anzugehen.

Die Bekämpfungsschwellen sind für den Landwirt eine große Hilfe bei der Entscheidung, seine Kulturen zu schutzen. Die vorgelagerte integrierte Produktion erfordert vor dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln eine Reihe von präventiven Maßnahmen.

Bekämpfungschwellen

Unsere Weiterbildungangebote im Bereich Pflanzenabau finden Sie im Shop.

Liste der Kurse

In unserem Shop bieten wir verschiedene Publikationen zum Ackerbau an. Hauptprodukt sind die Datenblätter Ackerbau. Durch regelmässige Aktualisierung und Entwicklung von neuen Datenblättern stehen den Beratungskräften und Produzierenden aktuelle Grundlageninformationen für die Kulturführung zur Verfügung. 

Die Datenblätter Ackerbau sind im Abo erhältlich und werden in zweiVersionen angeboten: Als Abo Standard für ÖLN Betriebe und Abo Kombi mit Informationen zum Biolandbau.

Abo Standard  Abo Online

Abo Kombi Print + Online

Die Sortenlisten werden in den "Datenblätter Ackerbau" publiziert. Für die wichtigsten Ackerkulturen werden sie jährlich von Agroscope und den Branchenorganisationen erarbeitet: swiss granum für Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen, swisspatat für Kartoffeln und von der Schweizerischen Fachstelle für Zuckerrübenbau SFZ für Zuckerrüben.

Sortenlisten Ölsaaten für die Ernte 2020
Sortenlisten Körnerleguminosen für die Ernte 2019
Sortenlisten Knollenfrüchte für die Ernte 2019
Sortenlisten Mais für die Ernte 2019
Mechanische Unkrautkontrolle

Auszüge aus den "Datenblättern Ackerbau"

Pflanzenschutz

Der Schutz der Kulturen ist ein fester Bestandteil bei der Produktion pflanzlicher Erzeugnisse. Das Ziel von Pflanzenschutzmassnahmen ist die Sicherung der Produktequalität und des Ertragsniveaus. Zur Kontrolle von Unkräutern, Krankheiten und Schädlingen werden in der Praxis verschiedene Verfahren wie mechanische Unkrautkontrolle (Hacken), Verwirrungstechnik (Pheromonfallen) oder der Einsatz von Nützlingen (Trichogramma) kombiniert. Bei den Pflanzenschutzmitteln (PSM) kommen sowohl chemisch-synthetische PSM als auch im biologischen Landbau zugelassene PSM zum Einsatz. Betriebe, die gemäss dem ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) wirtschaften sind verpflichtet beim Pflanzenschutz zuerst alle vorbeugenden Massnahmen auszuschöpfen und PSM nur gemäss dem Schadschwellenprinzip anzuwenden.

In der Öffentlichkeit werden PSM gegenwärtig kritisch wahrgenommen. Der Grund ist, dass es beim Einsatz von PSM zu unerwünschten Auswirkungen auf Fliessgewässer und Nichtzielorganismen sowie zu Rückständen im Grundwasser und Nahrungsmitteln kommen kann. Gegenwärtig sind gleich zwei Volksinitiativen zum Thema PSM hängig, die Initiativen „für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung“ (Trinkwasserinitiative) sowie „für eine Schweiz frei von synthetischen Pestiziden“ (Pestizidverbotsinitative). Die Initiativen kommen vermutlich 2020 zur Abstimmung. Um die unerwünschten Auswirkungen des PSM-Einsatzes zu minimieren hat der Bundesrat 2017 den Aktionsplan Pflanzenschutzmittel verabschiedet. Der Aktionsplan besteht aus einem Massnahmenpaket und hat das Ziel, die mit dem Einsatz von PSM zusammenhängenden Risiken zu reduzieren.

AGRIDEA unterstützt mit ihren Aktivitäten die Förderung der guten landwirtschaftlichen Praxis für einen effizienten Pflanzenschutz unter gleichzeitiger Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Anwender, der Konsumentinnen und Konsumenten sowie der Umwelt.

Verantwortlich Bruno Arnold und Numa Courvoisier
 

Bekämpfungsschwellen

Die Bekämpfungsschwellen unterstützen den Landwirt in der Entscheidungsfindung zum Schutz seiner Kulturen. Für den Anbau gemäss den Prinzipien der integrierten Produktion müssen vor dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zuerst die präventiven Massnahmen ausgeschöpft werden.

Die Bekämpfungsschwellen legen die Grenze fest, bei der der durch den Schadorganismus verursachte Schaden einen übermässigen agronomischen Verlust und / oder inakzeptable Qualitätsmängel für den Markt darstellt. Zum Schutz der Pflanzen ist dann eine Pfanzenschutzbehandlung unter Beachtung der guten landwirtschaftlichen Praxis gerechtfertigt.

Unterhalb dieser Grenze ist ein Eingriff aufgrund von Schädlingsbefall auf der Kultur nicht zulässig. Die Wahl von resistenter oder toleranter Sorten, geeigneter Anbaumethoden oder optimierter Fruchtfolge ermöglicht in vielen Fällen den Verzicht auf oder den reduzierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Die das Prinzip der guten landwirtschaftlichen Praxis ist in der Pyramide des integrierten Pflanzenschutz zusammengefasst.

Bekämfpungsschwellen

Verbot von chlorpyrifos

Verbot der Verwendung von Produkten, die Chlorpyrifos und Chlorpyrifos methyl enthalten, ab dem 1. August 2019 (Blocade, Cortilan, Pyrinex, Reldan, Rimi 101, ...). Diese Produkte werden nicht mehr auf dem Markt erhältlich sein.

Anwendungsempfehlungen in den Datenblättern zu diesen Produkten sind nicht mehr gültig. Diese werden angepasst, sobald die Ordner aktualisiert werden.

Liste mit den betroffenen Produkt siehe Allgemeinverfügung des BLW vom 26. Juni 2019.

Liste

Weiterführende Informationen

Die Webseite vereint Fachinformationen von verschiedenen Organisationen für den effizienten Pflanzenschutz sowie den Schutz der Anwender und der Umwelt.

gutelandwirtschaftlichepraxis.ch

In unserem shop, der Ordner «Datenblätter Ackerbau» der AGRIDEA stellt den Akteurinnen und Akteuren der Branche in kompakter Art und Weise die Informationen über die Pflanzenschutzmittel praxisnah, sachlich und stets aktuell zur Verfügung: Sie umfassen die genauen Verwendungshinweise, Dosen und Preise. Auch den Akteurinnen und Akteuren des Landwirtschaftlichen Wissenssystems (LWS) wird für den Themenbereich ein einschlägiges und unterstützendes Informationsangebot zur Verfügung gestellt.
 

Abo Print  Abo Online

Abo Kombi Print + Online

Arbeitsgruppen der Plattform Ackerbau Schweiz beschäftigen sich einerseits mit den Herausforderungen der Problempflanzen in der Landwirtschaft und andererseits mit der Entwicklung neuer Anbausystemen, die eine Reduktion der Anzahl und/oder des Ausmasses gewisser Anwendungen erlauben.

pag-ch.ch

Förderung der guten fachlichen Praxis beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln

Dieses Projekt hatte zum Ziel, die Pflanzenschutzberatung im Hinblick auf die gute fachliche Praxis bezüglich Gewässerschutz zu untersuchen: Wie läuft die Beratung heute? Welche Lücken beim Wissen, im Transfer und in der Umsetzung gibt es? Wo liegt Verbesserungspotenzial? Wie kann sie verbessert werden? Welche Methoden sind zielführend?

Schlussbericht

Beratungsprojekt Pflanzenschutzmitteleinträge aus Punktquellen minimieren

Pflanzenschutzmittel und deren Abbauprodukte gehören nicht ins Oberflächen- und Grundwasser. Trotz strenger Vorschriften bei der Zulassung und dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und vielen Anwendern mit sehr sorgfältigem Umgang mit Pflanzenschutzprodukten gelangen aber immer noch Wirkstoffe in unsere Gewässer. Das Projekt von SVLT, Agrofutura und AGRIDEA leistet einen Beitrag zur Reduktion der PSM-Einträge in Oberflächengewässer aus landwirtschaftlichen Punktquellen.

Projektbeschrieb

Projekt Anwenderschutz-Informationen verbessern

Beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM) wird der Anwenderschutz (AWS) oft vernachlässigt. Unter anderem wird dieser Zustand mit mangelhaften AWS-Informationen begründet. Das SECO hat AGRIDEA mit einem Mandat zur Durchführung von Workshops mit den Akteuren im Pflanzenschutz betraut. Ziel der Workshops ist die Erarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung der Informationen zum AWS.
 

Gewürz- und Medizinalpflanzen

Wie viele andere Bereiche der Landwirtschaft, befinden sich die Gewürz- und Medizinalpflanzen in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Verantwortlich für den ständigen Druck sind in erster Linie die billigen Importe. Dennoch bietet der Markt interessante Möglichkeiten – nicht zuletzt, weil auch die Bevölkerung eine lokale, sowohl ethische als auch ökologische Produktion unterstützt. Eine qualitativ hochwertige, rein biologische Produktion kann nur realisiert werden, wenn Produzentinnen und Produzenten Zugriff auf aktuelle betriebswirtschaftliche und produktions-technische Informationen haben. Die AGRIDEA stellt in Zusammenarbeit mit Agroscope und weiteren Partnern, den Beratenden und den Produzierenden einen Ordner mit Datenblättern zur Verfügung. Der Ordner wird jährlich erweitert (z. B. mit neuen Kulturen) und aktualisiert (bezüglich Marktsituation, Recht, Adressen, etc.).

Verantwortliche : Jean-François Vonnez

Redaktionsgruppe

Diese Gruppe ist zuständig für die Ausarbeitung die Datenblätter "Gewurz- und Medizinalpflanzen".

In unserem shop, finden Sie den Ordner "Gewurz- und Medizinalpflanzen".

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Sie finden auch die Datenblatt  "Für alles ist ein Kraut gewachsen"

Nützliche Links

Tabakanbau

Die Tabakproduktion trägt wesentlich zur Vielfalt der in der Schweizer Landwirtschaft angebauten Kulturen bei. Der Tabak bringt durch seine spezialisierte Produktionstechnik und hohe Arbeitsintensität mehr als 150 Bauernfamilien ein angemessenes landwirtschaftliches Einkommen. Mit Standorten in über neun Kantonen erstreckt sich die Produktion von der Rhone bis zum Rhein über mehr als 450 Hektaren.

Die sehr spezifische Intensivkultur erfordert besondere Sorgfalt im Anbau und laufend aktualisiertes Wissen, um die Pflanzenpflege und den Vertrieb zu gewährleisten.

Die Eigenart der Kultur bedingt damit, dass die Produktions-Wertschöpfungskette selbst einen Technischen Dienst unterhält. Dieser löst auftretende Probleme, gewährleistet die Umsetzung und Erfolgskontrolle von Versuchen und erlaubt der Branche, technische Fortschritte zu machen. SwissTabac erfüllt dank der Partnerschaft mit der AGRIDEA diese Bedürfnisse.

Vertantwortliche : Jean-François Vonnez

  • Einzelberatungen auf den Tabak-Betrieben
  • Umsetzung und Erfolgskontrolle technischer Versuche
  • Mitarbeit in Sortenversuchen
  • Teilnahme bei Typenzulassungsversuchen von Pflanzenschutzprodukten
  • Aktualisierung der spezifischen Dokumentation dieser Produktion
  • Redaktion und Veröffentlichung von Datenblättern
  • Organisation von Orientierungsversammlungen
  • Beteiligung bei - von den Fabrikanten-Käufern durchgeführten - Prüfungen
  • Zusammenarbeit im europäischen Netzwerk über den Tabakversuch und die Tabakforschung
  • Zusammenarbeit bei von SwissTabac durchgeführten Produktionskosten-Erhebungen
  • Durchführung von Einzel-Untersuchungen bei spezifischen Bedürfnissen

In unserem shop, alle die Informationen für Tabakanbau sind versammelt im Ordner "Ackerbau"

 

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